Preise festlegen als Coach oder Berater: So findest du deinen Preis
Zu günstig, zu teuer, gar nicht sicher? So kalkulierst du deine Preise, kommunizierst sie selbstbewusst und baust ein stimmiges Angebot auf.
Kaum eine Frage verunsichert Selbstständige so sehr wie der eigene Preis. Wer zu wenig verlangt, arbeitet viel und verdient wenig. Wer unsicher wirkt, verliert Vertrauen. Ein guter Preis entsteht nicht aus dem Bauch, sondern aus Rechnung, Positionierung und klarer Kommunikation.
Schritt 1: Deine Untergrenze berechnen
Überlege, was du im Jahr brauchst: Lebenshaltung, Steuern, Versicherungen, Rücklagen, Weiterbildung und Ausgaben für dein Business. Teile diese Summe durch die Stunden, die du realistisch mit Kunden verbringen kannst. Denk daran: Marketing, Verwaltung und Vorbereitung sind keine verrechenbaren Stunden. Das Ergebnis ist deine Untergrenze, kein Zielpreis.
Schritt 2: Vom Stundensatz zum Paket
Stundensätze laden zum Vergleichen und Feilschen ein. Pakete dagegen verkaufen ein Ergebnis. Statt „zehn Stunden Coaching“ bietest du zum Beispiel „In acht Wochen zu deinem klaren Online-Angebot“ an. Der Wert ergibt sich aus dem Ergebnis, nicht aus der Zeit.
Schritt 3: Den Wert für den Kunden betrachten
Frag dich: Was ist es deinem Kunden wert, sein Problem zu lösen? Wenn deine Begleitung zu neuen Kunden, mehr Zeit oder weniger Stress führt, darf sich das im Preis widerspiegeln.
Schritt 4: Eine Angebotstreppe aufbauen
- Einstieg: ein kostenloses Freebie oder eine günstige Challenge.
- Mitte: ein Online-Kurs oder ein Gruppenprogramm.
- Premium: eine persönliche Begleitung mit mehr Nähe und Tempo.
So finden Menschen mit unterschiedlichem Budget einen passenden Einstieg, und du bist nicht nur auf Einzelaufträge angewiesen.
Schritt 5: Den Preis selbstbewusst nennen
Sag deinen Preis klar und ohne Entschuldigung. Erkläre lieber, was darin enthalten ist, statt sofort Rabatte anzubieten. Wer sicher über den eigenen Preis spricht, strahlt auch Sicherheit in der Sache aus.
Häufige Fragen
Soll ich meine Preise auf der Website zeigen?
Das hängt vom Angebot ab. Bei klaren Paketen und Kursen helfen sichtbare Preise, weil sie Fragen vorab klären. Bei individueller Beratung kann ein „ab“-Preis oder ein Erstgespräch sinnvoller sein.
Wann sollte ich meine Preise erhöhen?
Wenn dein Kalender regelmäßig voll ist, deine Ergebnisse besser werden oder du mehr Leistung bietest. Bestehende Kunden informierst du rechtzeitig vorher.
Fazit
Dein Preis ist Teil deiner Positionierung. Wenn du dein Angebot und deine Preisstruktur gemeinsam schärfen möchtest, schau dir die Zusammenarbeit an. Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung. Für die genaue Kalkulation lohnt sich ein Gespräch mit deiner Steuerberatung.
Dein nächster Schritt
Lass uns über dein Angebot sprechen.
Im Kennenlerngespräch klären wir deine Ausgangslage und den nächsten sinnvollen Schritt für dein Marketing.